Klaus-Peter Busse

Neuigkeiten


In den letzten Jahren gehören Begriffe wie »Mapping« und »Atlas« zum Wörterbuch der Kunst- und Kulturwissenschaften. In den vielen Debatten über die Globalisierung, über Migrationsprozesse und über den Klimawandel zeigen sich zugleich Auseinandersetzungen mit Räumen und Raumbewegungen. Noch nie gab es so viele Landkarten und kartografische Übersichten, die diese Debatten begleiten. Gleichzeitig erscheint dieses Thema in den Künsten. Dabei ist der Begriff »Mapping« höchst untauglich, die vielen Erscheinungsformen der Raumerkundung in Kunst, Wissenschaft und Alltag abzudecken, weil er sich nur auf den Umgang mit Karten beschränkt. Es ist wichtig, eine genaue Erklärung der Begriffe anzustreben, die in dieser kulturellen Debatte benutzt werden. Die Online-Publikation »Raumspiele: Mapping Revisited« greift die Recherchen auf, die ich in dem Buch »Vom Bild zum Ort: Mapping lernen« dargestellt habe, und führt sie weiter. 


Das Projekt besteht aus drei Heften mit unterschiedlichen Themen. Es führt im ersten Heft (»Die Matrix«) von einer Standortbestimmung der Raumerkundung in Kunst, Wissenschaft und Alltag zu einem konkreten Beispiel im zweiten Heft (»Das Ruhrgebiet im Blickfeld«). Das Emscherland ist seit vielen Jahrzehnten Gegenstand von künstlerischen und anders gemeinten Raumerkundungen. Sie zeigen, wie sich unterschiedliche Personenkreise mit Bildern dieses Raums beschäftigen. In dieser Region verorteten Studierende der TU Dortmund und ihre Schüler*innen in den Ausbildungsschulen ihr persönliches »Emscher-Panorama«, das im dritten Heft untersucht wird. Es fasst aus einer kunstwissenschaftlichen Sicht das Methodenrepertoire der Raumerkundung mit künstlerischen Methoden an einem Beispiel zusammen. 


Die Publikation steht  an dieser Stelle  zum kostenfreien Download bereit.


Über den Hintergrund des Projekts: Klaus-Peter Busse. Raumspiele. Aktuelle Anmerkungen zum Mapping, in: BDK-Mitteilungen, Heft 4, 2020, S. 15-21


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Diese Homepage stellt meine abgeschlossenen und aktuellen Arbeitsvorhaben in Wissenschaft und Kunst vor und fasst sie in einem Überblick zusammen. Nach Informationen zur beruflichen Biografie und Schwerpunkten meiner Tätigkeit am Institut für Kunst und Materielle Kultur der TU Dortmund gibt das Menu Methodenbuch die Möglichkeit, seine Module zur Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst kennenzulernen und nach Ihrem Download zu verwenden. Das Menu Publikationen ordnet meine Veröffentlichungen nach aktuellem Stand. Im Menu zum Mapping werden in laufender Folge neue Texte über die künstlerische Kartografie erscheinen. Meine künstlerischen Arbeitsvorhaben dokumentiert in Auswahl das Menu Projekte. Alle Informationen und Hinweise werden laufend aktualisiert.


Biografie


Universitätsprofessor i. R. Dr. | Nach dem Studium der Germanistik und Kunst Lehrer an einem Gymnasium in Wattenscheid | Fachleiter für Kunst am Studienseminar in Hagen |  Promotion an der Universität Dortmund über Cy Twombly | Habilitation über den Atlas als methodischer Handlungsapparat | Professor für Kunstdidaktik an der Technischen Universität Dortmund | seit 2019 im Ruhestand | Publikation von Büchern über Cy Twombly, über das Mapping in Kunst und Kunstwissenschaft, über den didaktischen Umgang mit Kunstwerken (Bildumgangsspiele), über die Beziehung von Kunstwerken zu ihren Entstehungsorten (Von Sperlonga an die Emscher) und über künstlerische Positionen | Herausgeberschaften und Texte in Fachzeitschriften und Editionen, konzeptuelle Ausstellungen | Entwicklung von Unterrichtswerken und digitalen Lernangeboten | während der Dienstzeit an der TU Dortmund: Prodekan, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Kunst und Materielle Kultur, Vorsitzender des Ausschusses für die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern, Sprecher der Ruhruniversitäten im Kulturhauptstadtjahr 2010, Beauftragter des Rektorats der TU Dortmund für das Dortmunder U, mitwirkende Leitung der Hochschuletage im Dortmunder U | Fellow am Oberman Center for Advance Studies an der University of Iowa in Iowa City


Forschung und Lehre


Entwicklung des kunstdidaktischen Handlungsmodells der "Bildumgangsspiele" als Umgang mit Kunst in ihren Handlungskontexten | Darstellung solcher Bildumgangsspiele im "Methodenbuch Kunst" als Lehr- und Lernwerk und als digitales Lernangebot zur Untersuchung zeitgenössischer Kunst | Beschreibung und Untersuchung der Handlungsfelder im Kunstunterricht (Bildwissenschaft und Kunstgeschichte, künstlerisches Arbeiten) | Methoden zur Verbindung der Unterrichtsgestaltung als "Handlungschoreografie" kunstdidaktischer Methoden | Ausprägungen des "Atlas" in einem kunstpädagogischen Methodenrepertoire | die Potenziale von Atlas-Methoden und kartografischen Prozessen im Mapping | die Erkundung und Erfindung von Räumen durch die künstlerische Kartografie | Anwendung von kartografischen Methoden zur Untersuchung der Beziehung zeitgenössicher Kunst zu den Orten ihrer Entstehung | Darstellung von Forschungsprozessen zwischen wissenschaftlicher Untersuchung und künstlerischer Arbeit | Anwendung von Methodenrepertoires in der Untersuchung des Ruhrgebiets in partizipatorischen Ausstellungen| Evaluierung von partizipatorischen Modellen der Museumspädagogik | Intermedia Studien (mit Hans Breder) | Untersuchung von künstlerischen Positionen: Analyse der künstlerischen Arbeit von Cy Twombly und anderer Werkideolekte (z. B. Francis Alys, Jürgen Partenheimer, Olav Christopher Jenssen, Gerhard Richter, Ulrich Erben) | das Handlungsmodell des "ungefegten Raums" im Umgang mit Kunst im Zuge einer Auseinandersetzung mit dem kunsthistorischen Werk von Aby Warburg | künstlerische Forschung als Modus der Untersuchung von Kunst | aktuelle und abgeschlossene Projekte: Cy Twombly (abgeschlossen), Atlas-Methoden, künstlerische Kartografie, Mapping, Raumspiele | in Buchproduktionen Zusammenarbeit mit Frank Georgy, Köln (kopfsprung.de)


Alle Abbildungen aus: Klaus-Peter Busse. Verstreutes über Kunst und Bildung. Randnotizen zu Brice Marden, Olav Christopher Jenssen, Jürgen Partenheimer, Ulrich Erben, Gerhard Richter, zum Atlas und zum Dortmunder U im Ruhrgebiet. Oberhausen 2019

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